Berichte

Eindrücke vom PfiLa 18

Dieses Jahr war das Pfingstlager als "Ringelager" konzipiert. D.h. die 4 Mitgliedsverbände des Rings deutscher Pfadfinder, also die die drei großen BdP, DPSG und VCP und in Berlin auch der DPB haben ein gemeinsames Lager in Großzerlang veranstaltet. Es waren wohl 1200 Teilnehmer dabei. Das ist natürlich eine ganz andere Nummer als unser kleines, gemütliches Stammeslager drei Wochen vorher. Von unserem Stamm war die Meute fast vollständig (hurra), die Sippe aber garnicht vertreten, da einige der Sipplinge ihre Konfirmation an Pfingsten hatten und die anderen dazu eingeladen hatten. Dazu eine Menge neuer Leiter.

Allein schon die Masse von soviel Pfadfinder zu erleben, war eindrucksvoll, besonders für unsere Neuen. Außerdem war es beeindruckend die anderen Bünde kennen zu lernen. Wir waren in einer Kochgruppe mit der Jungenschaft Artus eingeteilt. Die männlichen Jugendlichen und jungen Männer zusammen mit unserer Kinderschar und der angegrauten aber im Herzen jung gebliebenen Leiterschar- ich glaube das war eine gute Mischung. Wir haben jedenfalls viel gelernt von den Jungenschaftlern.

Das Programm war natürlich auch gut, mit Postenlauf, Geländespiel, das Übliche halt, aber gut gemacht.

Sehr beeindruckend war das Pfingstfeuer am Abend des Pfingstsonntages, welches -ich glaube- vom DPB veranstaltet wurde. Sehr beeindruckend die Kombination zwischen einer stimmungsvollen Fackel + Feuer Darbietung und einer klaren ethischen Botschaft, nämlich die Aufforderung, die tägliche Gute Tat nicht zuvergessen.

Jeden Abend wurde gesungen bis tief in die Nacht, auch unser kleiner Stamm hat kräftig mitgesungen zumindest bis halbelf, elf, dann waren die Wölfis so müde, daß sie freiwillig in die Schlafsäcke gekrochen  bald eingeschlafen sind, wärend es in den benachbarten Jurten und auch in der Leiteroase noch lange weiterging.

In Deutschland ist die bündisch geprägte Pfadfinderbewegung eben eine Singebewegung.

Zum Glück war Dienstag noch Schulfrei, sodaß sich die Kinder von diesem erlebnisreichen und auch anstrengenden Pfila noch gut erholen konnten.

 


Eindrücke von der Stammesfahrt

Dieses Jahr fand unsere Stammesfahrt wieder an unserem alten Termin statt, nämlich das Wochenende vor dem 1. Mai.

Der Ort, nämlich Tangersdorf blieb natürlich gleich, denn dort ist sehr schön und es wird uns nie langweilig. Außerdem gibt es immer wieder Leute, Kinder und dieses Jahr vor allem Leiter, die zum ersten Mal dorthin fahren. Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn das Programm in seinen Grundzügen immer gleich bleibt.

Diesmal haben wir immerhin etwas riskiert, es sind nämlich ein Teil der Sippe zusammen mit den älteren Wölfis von Lychen 5km durch den grünen Wald angehajkt, ohne einen Erwachsenen. Die Sipplinge und Wölflis haben sich dabei soviel Zeit gelassen, daß Akela langsam nervös wurde, aber sie kamen dann -ohne sich verlaufen zu haben- in bester Laune an (Bild drei). Wir anderen haben wie immer den kürzeren Weg von der Bushaltestelle an der Landstraße genommen und in der Zwischenzeit die Zelte aufgebaut.

Besonders schön ist uns diesmal der Gottesdienst gelungen, den viele Kleingruppen mit Großen und Kleinen vorbereitet haben.

Außerdem haben wir ein wildes Geländespiel mit unseren Spiel karten gemacht, bei dem auch manch älterer Veteran schwungvoll durch den Wald gejagt wurde.

Abends gab es dann eine Versprechensfeier, bei der der erste der neuen Leiter sein Halstuch bekam und dazu eine Reihe neuer Wölflinge und es gab noch viele Stufenübergänge. Hat alles tadellos geklappt! Anschließend gab es lecker Essen und einen bunten Abend in der Jurte.

Besonder schön fand ich dieses Jahr die Stille, die am Dorfrand von Tangersdorf herrscht. Abends und nachts wenn alle schlafen hört man nur das leise Rauschen der Wälder sonst nichts, kein Auto, kein Flugzeug, kein Rasenmäher. Dazu scheint der Vollmond durch die Bäume die sich gerade begrünt haben. Ganz Toll!


Start in die Fahrtensaison: Der Meutentag

Für uns ist es der bequeme Einstieg in die Fahrtensaison: Der Meutentag, des Landesverbandes, der passenderweise bei uns auf dem Stiftsgelände stattfindet. Wir haben ja soviel Platz hier, Wiesen, Hecken, Wald und Sumpf dazu auch Wasseranschluß und im Hauskeller auch zwei Toiletten, daß wir uns in der glücklichen Lage sehen, seit einigen Jahren die Meuten des Landes zu uns einzuladen. Übernachten konnten die kleinen Wölfe wahlweise in der Jurte oder in der Turnhalle. Das Programm war natürlich im Prinzip auch so wie in den Vorjahren, denn es hat sich bewährt. Nach dem gemeinsamen Aufbau der Ovaljurte gab es Mittagsessen, wie immer stilvoll auf unserem Holzofen gekocht. Danach ging es zum weitläufigen Postenlauf, bei dem auch einige Eltern und Jungpfadfinder unseres Stammes einige Posten besetzten. Den späteren Nachmittag und Abend wurde gemütlich bei Lagerfeuer und Gesang in der Jurte oder im freien Spiel vor der Jurte verbracht, bevor es dann in die Schlafsäcke ging.

Dieses Jahr besonders war die Einladung der Stiftsgemeinde am Fernsehgottesdienst teilzunehmne. So kam unsere Meute sogar ins ZDF, wenn auch nur als kleine Statisten.


Meutenstunden im Winter

In den  Wintermonaten haben wir schöne Meutenstunden gemacht. Mittlerweil hat es sich ja bei uns eingebürgert, daß der Stamm sich alle zwei Wochen am Samstag trifft. Die Wölflinge machen Meutenstunde und die Sipplinge kochen, oder hacken Holz, oder betreuen Stationen, wenn wir einen Postenlauf machen.

Mit den neuen Leitern kann man auch neue Spielideen verwircklichen, z.B. Tauziehen: Kinder gegen Leiter. Da kommen auch gestandene Männer ganz schön ins Schwitzen. Ok, sie haben gewonnen, aber nur weil sie Handscbuhe anhatten und so das Seil besser fassen konnten.

Anfang März, als der Winter noch einmal richtig da war, konnten wir auf das Eis von unserem Teufelsmoor gehen. Natürlich nur in Ufernähe, wo alles ganz flach ist. Wir sind nicht nur gechlittert, sondern haben auch das Eis aufgehackt, aus Spaß am Hacken und um zu sehen wie dick das Eis war. Logisch, daß wir auch ein Feuer in der Wildnis gemacht. Man kann es auf den Bildern am Rauch erkennen. Als es endlich schön prasselte, hat keiner mehr ans Fotografieren gedacht.

Zurückgekehrt ins Tipi, gab es lecker Curry-Hühnchen, daß die Jungpfadfinder in der Zwischenzeit völlig selbstständig zubereitet hatten. Aber da hat auch keiner mehr ans Fotografieren gedacht.

 


Winterfahrt der Meute Jan 18

Mittlerweile gibt es bei uns ein einfaches Rezept, mit "Gelinggarantie", wie wir eine tolle Winterfahrt der Meute hinkriegen: Wir nehmen einfach den Ort und den Ablaufplan vom Vorjahr. Nur bei den Teilnehmern gibt es eine gute Mischung zwischen alten Hasen und Neulingen. So haben dieses Jahr nicht nur etliche neue Wölfis, sondern auch drei neue Leiter ihre erste Fahrtenerfahrung gesammelt.

So sind wir im Januar wieder für ein Wochenende in den Kinderwald Tegel gefahren. Mit der U-Bahn bis Alt-Tegel und dann zu Fuß durch die schicken Wohngebiete am Tegeler See und und durch den Wald in zu den kleinen Häusern des Kinderwaldes.

Dort angekommen, entfaltete sich unser Gruppenleben mit Kochen, Essen, Spielen, Singen; am Samstag ging es nach den Frühstück in den Wald zu unserem großen Geländespiel, daß noch nie perfekt geklappt hat, aber immer spannend war, am nachmittag blieben wir im Häuschen und haben viel gebastelt und Workschops gemacht, um unsere Wölflings-Fähigkeiten zu verbessern. Abends gab es einen bunten Abend und wir gingen im Fackelschein hinaus, weil ein Wölfi sein Versprechen ablegte und ihr Halstuch bekam.

Stimmung war gut, es war entspannt, es wurde viel gelacht. So konnten wir mit Dankbarkeit am Sonntag vormittag unseren Wortgottesdienst feieren, bevor wir dann packten und es mittags wieder nach Hause ging.

 


Tipi-Aufbauaktion des Stammes

Nun, da der Herbst kommt und es kühler und dunkler wird, wurde es Zeit, unser Tipi wieder aufzubauen. Im Sommer, wenn es warm ist und die Sonne lange scheint, brauchen wir es nicht. Kein Mensch hat dann Lust im düsteren Tipi zu sitzen.

Das Winterhalbjahr ist die Zeit in der wir in gemütlicher Runde in unserem Indianerzelt sitzen, das Freuer brennt, der Rauch zieht ab. Wir kochen Tee, erzählen von vergangenen Fahrten, oder planen Neue, oder singen was, während es draußen schon dunkel geworden ist.

Am 7, Oktober war es deshalb soweit das Tipi wieder aufzubauen. Wie immer halfen zahlreichen Eltern mit. Dabei haben sie sich im Laufe der Jahre eine solide Kompetenz angeeignet, denn sooo einfach ist es nun wieder auch nicht, ein solch archaisches Zelt zu errichten. Währendessen wurde auch der Stammesschrank gründlich aufgeräumt und gereinigt und das Zeltmaterial gesichtet und geordnet.

Völlig logisch, daß die Männer draußen sich mit den schweren Zeltstangen abmühten, während es die Frauen waren, die drinnen für Ordnung und Sauberkeit sorgten. Die Wölflinge liegen überall umher und packten mit an, wo sie konnten. Der Hund lief auch überall umher, bellte manchmal und freute sich über die Abwechslung.

Danach wurde gegrillt und geplaudert und die weiteren Termine besprochen.

Alles in allem war es die zweite gelungene Stammesaktion innerhalb kurzer Zeit.

 

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Stammesfahrt vom 30.9.-2.10. mit Namensfindung

Dieses Jahr mußten wir unsere Stammesfahrt aus terminlichen Gründen in den Herbst verschieben. Aber wir fuhren wieder nach Tangersdorf, wo wir schon so oft waren und viele schöne Erinnerungen haben. Bert, der neue Zeltplatzbesitzer ist genauso nett wie Herbert es war und es hat sich auf dem Platz auch gar nix verändert. Es ist alles so wie es sein soll.

Auch auf unsere Stammesfahrt war alles so, wie es sein soll: Wir haben die Jurte aufgebaut, lecker gekocht, natürlich nur mit Holzfeuer, wier haben zwei gemütliche Abende in der Jurte verbracht, wovon der erste etwas qualmig war, aber der zweite um so schöner war und wir haben tagsüber ein schönes Geländespiel gemacht, Holz gehackt und gebastelt. Auch das Wetter war uns diesmal freundlich gesonnen und spendierte uns zwei milde, sonnige Herbsttage.

Das Besondere diesmal war, daß wir unserem Stamm endlich einen Namen gegeben haben. Im Sommer schon hatte die Sippe die Idee gehabt uns nach Christian Schneehagen zu benennen, dem Wandervogel der 1913 das Meißnerfest organisert hatte. Nach eingehender Debatte, bei der auch die Alternativen besprochen wurden fand dieser Vorshlag auch eine breite Zustimmung.

 

Unser Stamm heißt nun "Christian Schneehagen"!

 


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Sommerfahrt der Sippe nach Hessen 2017

Viele Pfadfinderische- oder bündische Gruppen fahren im Sommer nach Lappland. Dort im hohen Norden hoffen sie, echte Abenteuer zu erleben, die sie an ihre Grenzen führen und von denen sie noch lange erzählen können.

Wir haben das gar nicht nötig. Uns genügt es nach Hessen zu fahren. Was wir dort erlegt haben, war so anspruchsvoll, daß unser Bedürfniss nach Abenteuer vollständig gestillt wurde. Nach 48 Stunden Dauerregen waren wir jedenfalls reichlich fertig ....

 

Dabei hatte alles so supergemütlich angefangen. Wir fuhren nach Dillenburg wo die Großeltern eines Sipplings wohnten. Die beiden nahmen uns sehr herzlich auf, der Opa zeigte uns das Fachwerkstädtchen und vor allem die Kasematten der ehemaligen Festung dort, wir kauften unsere Marschverpflegung und an den zwei Abenden dort haben wir im großen Garten am Lagerfeuer gesungen und gegrillt.

 

So schön es auch war, am dritten Tag haben wir unsere Rucksäcke geschultert und sind losgezogen hinaus aus dem Städtchen hinein in den grünen Wald. Die Gegend dort ist sehr hügelig, es ist garnicht so einfach immer den kürzesten Weg zu finden und dabei die Landstraßen zu vermeiden. Am Nachmittag fanden wir ein idyllisch gelgenden kleines Freibad, wo wir einige Stunden verbrachten, im blauen Wasserbecken schwammen, auf der grünen Wiese sonnenbadeten (sofern sie schien) und uns im Bistro ein Eis gönnten.

Den Abend und die Nacht verbrachten wir an einem Fischteich in einem stillen Seitental.

Am nächsten Morgen ging's dann los: Es regnete. Und es hörte nicht mehr auf. Wir bauten ab, packten ein, zogen die Ponchos über und gingen im Landregen los. Wir gingen den ganzen Tag durch den Regen. Durch Wälder, durch Felder, durch Dörfer, einmal wurden wir von mitleidigen Leuten zum heißen Tee eingeladen und konnten uns aufwärmen aber wir gingen dann weiter. Von der vielgerühmten nordhessischen Landschaft haben wir nicht viel gesehen, denn die Regenwolken lagen mit ihren Bäuchen auf dem Land und verdeckten jede Aussicht.

Das Wasser drang auch allmählich ein, in die Schuhe, entlang der Kapuze und durch den Kragen ins Hemd es wanderte die Ärmel hoch bis über den Ellenbogen und bei einigen wurde auch der Poncho undicht. Gegen Abend war die gute Laune dann doch etwas getrübt. Aber das ist ja kein Problem, denn wenn man durch zivilisierte Gegenden wandert, dann kann man abends beim Bauern klingeln und der nimmt einen auf und man kann gemütlich im Stroh übernachten. Schon die ersten Wandervogelgruppen haben das so gemacht. Wenn man ganz sicher gehen will, schickt man die Mädchen vor, die große, mitleiderregende Augen machen und "bitte, bitte" sagen und dann klappt das schon.

In dem Bewußtsein also in einer Tradition zu stehen und eine sehr typische Aktion zu machen näherten wir uns dann einem Hof in einem kleinen Fachwerkweiler, wo wir den Landwirt mit seinem Trecker hin und herfahren sahen. Doch es hat überhaupt nicht geklappt. Die Mädchen fingen an zu kichern und zogen zur Hausecke zurück und ich mußte die Verhandlungen übernehmen. Doch ich sah wohl nicht mitleiderregend oder vertrauenserweckend genug aus, mir erklärten die Bauersleut, daß alle Ihre Gebäude mit Maschinenteilen und Traktoren belegt wären. Dafür erklärten sie mir ausführlich, wo hier in der Umgebung die Grillhütte des Dorfes zu finden sei. Das alls in strömenden Regen, der nur so herunterrauschte.

Wir zogen betrübt weiter und suchten bestimmt noch eine Stunde diese blöde Grillhütte zwischen Wiesen und Waldstücken und fanden sie nicht. Irgendwann resignierten wir und beschlossen trotz kritischer Lager hier und jetzt das Zelt aufzubauen. Zum Glück haben wir ja ziemliche Routine in diesen Dingen und so stand bald schon das Zelt und wurde eingeräumt, die Schlafsäcke waren zum Glück weitgehen trocken geblieben und auch das Feuer brannte recht schnell. (mit nur einen Strreichholz und einem Tempotaschentuch). Drinnen prasselten die Flammen und draußen prasselte der Regen. Es gab auch wieder ein ziemlich anständiges Abendessen. Aber trocken wurde die nassen Klamotten unter diesen Umständen nicht. Da der Regen nicht weichen wollte, war klar, daß es so nicht weitergehen konnte. So beschlossen wir, am nächsten Morgen die nächste Bushaltstelle anzulaufen und direkt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Burg Ludwigsstein das Ziel unserer Fahrt zu erreichen, um uns dort zu regenerieren.

Am nächsten Tag brauchten wir den ganze Vormittag, um durch Hügel und Täler, Felder und Wälder die Bundesstraße zu erreichen und dort einen Bus nach Marburg zu erwischen. Dort dann zwei köstliche Stunden Aufenhalt die wir im warmen Backhop am Bahnhof verbrachten mit heißem Kakao und Nußecken. Von Marburg nach Kassel, dort eine Stunde Aufenhalt im versifften und zugigen Hauptbahnfo,l von dort nach Witzenhausen wor wir abends ankamen. Dort stellten wir zu unserer Überraschung fest, daß kein Bus mehr nach Ludwigstein fuhr, das noch 8 km entfernt war. Also zogen wir zu Fuß los. Den ganzen Tag hatte es gegossen und nun gegen Abend wurde der Regen wieder stärker. Für die schönen Fachwerkhäuser am Marktplatz hatten wir keinen Blick. Ich machte mir mittlerweile ernsthaft Sorgen, um den Zustand der doch ziemlich jungen Jungpfadfinder. Als wir endlich den Ortsrand erreichten lautete die Parole "Daumen raus". Natürlich ist trampen eigentlich nicht erlaubt, aber jetzte war es wirklich angesagt. Und tatsächlich, nach einigen Minuten hielt ein PKW und nahm einen Teil der Sippe mit. Und -welch ein Glück- nach einer Viertelstunde kam der Wagen zurück, die nette Frau hat auch den Rest der Gruppe aufgelesen und zur Burg verfrachtet. Mann, war das eine Erleichterung, endlch eine trockene Unterkumft zu haben! Da wir drei Tage früher als geplant ankamen, haben uns die netten Leute von der Burgverwaltung ein Seminarzimmer aufgeschlossen, das "Christian-Schneehagen-Zimmer"

 

Nun kamen drei schöne Tage. Zuerst wurden alle Stühle und Tische des Raumes mit nassen und feuchen Klamotten belegt. Die Isomatten rollten wir auf dem Boden aus.  Wir erholten uns auf der Burg, gönnten uns das Frühstücksbuffett, plauderten mit den Leuten vom mittelalterlichen Fechtverein aus Oberhessen, die dort ein Trainingsseminar abhielten, gingen schwimmen im Hallenbad (gibt's dort auch) und ließen uns am Sonntag nachmittag von den dortigen Buftis bei Sonnenschein auf der Terrasse vor der Burg zur Bratwurst einladen. Die Aussicht  über die Waldberge und ins Werratal war super, endlich so wie wir es uns erträumt hatten. Wir haben auch einen Versuch gestartet eine Tagerswanderung zu machen, zur benachbarten Burgruine Hanstein. Wir waren einfach noch zu erschöpft und legten uns auf halber Strecke auf die Wiese in den Sonnenschein. Dafür haben wir das Archiv der Jugendbewegung besucht und uns mit der Archivarin unterhalten. Hier bekamen wir auch die Idee unseren Stamm nach Christian Schnneehagen zu benennen. Denn er hatte das Meißnerfest organisiert, das der Jugendbewegung und damit auch der deutschen Pfadfinderei wichtige Impulse gebracht hat.

Am Montag dann mußten die beiden Jungen und Martina, die zweite Begleiterin, aus Zeit- und Gesundheitsgründen nach Hause fahren. Die Mädchen und ich blieben, die Burg, die Umgebung und auch das Wetter waren einfach zu schön. Wir haben den Rest des Tages im Burggarten Unkraut gejätet und uns damit Unterkunft und Mittagessen verdient.

Am Dienstag ging es dann noch einmal los. Das Wohlleben auf der Burg haben wir lange genug genossen. Diesmal packten wir den Aufstieg zur Ruine Hanstein, wunderschön gelegen, viel höher als die Ludwigstein, mit phantastischer Aussicht. Als Belohnung gönnten wir u ns eine Portion Pommes und ich glaube auch ein Eis für jeden. Übernachten haben wir oben auf dem Höhenzug im Wald. Völlig logisch, daß es abends wieder anfing zu regnen.

Der Mittwoch war dann der letzte Fahrtentag. Etwas mühsam, weil die Rucksäck uns doch schwer wurden tippelten wir über Berg und Tal und entlang dem Mauerstreifen nach Witzenhausen. Ausnahmsweise hielt das Wetter und wir konnten nun auf dem Marktplatz die schönen Fachwerkhäuser und das bunte Treiben dort genießen.  Nachmittags ging's dann bequem mit der Bahn wieder nach Hause.

Eine aufregende und anstrengende Fahrt war das.


Gemütlicher Paddelausflug der Sippe

Was vor zwei Jahren eine ziemlich grenzwertige Aktion mit wilden beinah-Meutereien, dramatischen beinah-Kentereien und heftigem Zickzack-paddeln war, was letztes Jahr eine spannende Herausforderung war, die wir großartig gemeistert haben, das schrumpfte dieses Jahr zu einem gemütlichen kleinen Samstags-nachmittags-Ausflug: Die frühsommerliche Paddeltour der Sippe. So werden die Kinder groß. Aus Wölflingen werden Jungpfadfinder und aus Jungpfadfinder werden erfahrene Jungpfadfinder.

Dieses Jahr ging es vom Havelheim, der Badestelle des Johannesstiftes, die Havel hoch, nach Niederneuedorf. Die Jupfis zeigten souveräne Bootsbeherrschung und zogen die Paddel kraftvoll durch. Der Himmel war grau, das Wasser war auch grau, aber dort, wo das Sonnenlicht hell durch die Wolken schimmerte, leuchtete das Wasser silbern auf. Das sah sehr schön aus.

Zunächst wurde der Wachturm  der alte Grenzanlagen besichtigt, dann ging es noch ein Stück weiter bis zum großen Steg. Weil man dort weit und breit kein Feuer machen konnte, um Tee zu kochen, hat Andi für jeden ein kl. Eis spendiert. Gut erholt ging es auf der anderen Havelseite wieder zurück. Dort konnte man die schönen Villen mit ihren Gärten von der Wasserseite bewundern.

Richard und Phillipp durften auch mal im Einer-Faltboot von Andi fahren und konnten zeigen, daß sie auch mühelos einen schmalen Kajak paddeln können.

Zurück im Havelheim haben alle mitgeholfen die Boote zu säubern und den Kram wieder aufzuräumen.

Vor lauter Enspanntheit habe ich ganz vergessen Fotos zu machen, deshalb gibt's diesmal nur Text.

Mal schauen, welche Idee uns nächstes Jahr für den Frühsommer-Ausflug kommt.


Wir halfen beim 150jährigen Jubiläum der Stiftsgemeinde

Vor einigen Wochen, also ziemlich kurzfristig, erreichte uns die Anfrage, ob wir beim 150jährigen Jubiläum der Stiftsgemeinde mithelfen könnten. Und zwar bat man uns, beim Empfang nach dem Gottesdienst die Getränke auszuschenken und auszuteilen. Natürlich sagte ich, nach dem Motto "allzeit bereit" sofort zu "unser Bestes" zu geben.

 

Nun ist unsere Stiftsgemeinde nicht irgendein kleinbürgerliches Kirchlein am Stadtrand von Mitgliederschwund und Zusammenlegung bedroht, sondern immerhin die Gemeinde des renommiertesten diakonischen Anbieters weit und breit.

 

Deshalb hatte ich so eine vage Vorstellung, daß das Ambiente ähnlich wie bei 'ner Premiere im Opernhaus ist: Elegante Damen und Herren finden sich ein, plaudern angeregt und warten auf die Grußworte des Stiftsvorstehers, des Bürgermeisters und des Bundespräsidenten. Dazwischen eilen befrackte Kellner dienstfertig hin und her und bieten auf silbernen Tabletts den perlenden Champagner an.

 

Kluft war ja ausdrücklich erwünscht zu dem Anlaß, aber ob unsere jungen Wölfis und Jupfis das mit den Tabletts hinkriegen, ohne daß ständig die Gläser umfallen?

 

Deshalb wurde in den Meutenstunden vorher das Balancieren von Tabletts geübt. Wir haben einen Pacour mit Hindernissen aufgebaut und einen Staffellauf gemacht, bei dem es darum ging ein Brett (statt Tablett) mit Plastikbechern (statt Sektgläser) gefüllt mit Wasser (statt Rotkäppchensekt) zum Ziel zu bringen. Und es hat bei beiden, den Mädchen, wie den Jungen wunderbar geklappt. Wir hatten viel Spaß dabei und weil es bei den Jungen auch ganz schön heiß war, ist das ganze in einer Wasserschlacht ausgeartet.

 

Dann kam nun der Sonntag des Jubiläums. Nach dem Festgottesdienst (mit der übrigens ziemlich guten Predigt) eilten wir direkt in die Festhalle, um alles vorzubereiten. Und was stellte sich heraus? Es gab überhaupt keine Tabletts! Wir brauchten lediglich hinter den zwei Tischen, die als Theke dienten, zu stehen und die Getränke auszuschenken und gelegendlich einigen Personen mit Einschränkungen an den Tisch zu bringen. Sekt gabs auch keinen, aber immerhin  sehr passablen Weiß- und Rotwein. Dazu natürlich reichlich alkfreihe Getränke.

 

Obwohl der Termin relativ kurzfristig war, konnten sich doch vier Sipplinge, drei Wölflinge und drei Eltern dazu freimachen. Das war genau die richtige Anzahl für die angefallene Arbeit. An diser Stelle, vielen Dank für Euren Einsatz!

 

So konnten wir das Fest durch unseren kleinen Dienst und unsere Anwesenheit ein bißchen bereichern, hatten selber unseren Spaß und konnten uns am leckeren Buffett auch sattessen.

 

Andi

 

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Der Probehajk der Sippe

Diesen Sommer hat unsere Jungpfadfinder-Sippe was Anspruchsvolles vor: Und zwar wollen wir eine richtige „Fahrt“ durch Nordhessen machen. Wir wollen eine Woche lang durch die Mittelgebirgslandschaft tippeln, unser ganzes Gepäck auf den Rücken tragen, irgendwo übernachten, irgendwo einkaufen und offen sein für ungeplante Erlebnisse.

 

Da wir das in dieser Form noch nicht gemacht haben, war es sinnvoll diese Art der Unternehmung vorher mal im kleinen Rahmen auszuprobieren. Deshalb hat die Sippe direkt im Anschluß an das Pfila des Landes einen kleinen „Probehajk“ gemacht. Und ich kann vorneweg sagen: Alle Erwartungen an anstrengendes Wandern, ungeplanten Überraschungen (positiven und negativen), romantischen Lagerplatz und schönen Badestellen, wurden reichlich erfüllt.

 

 

 Also: die Gegend dort ist wunderschön. Tolle Buchenwälder oder Mischwälder, etliche eingestreute Seen und ein hügeliges Auf und Ab ermöglichen abwechslungsreiches Wandern. Die Jupfis haben nicht nur das relativ schwere Gepäck klaglos getragen, sondern sind auch noch singend und plaudernd durch die Wälder gezogen, es war eine tolle Stimmung.

 

Schade, daß Richard umgeknickt ist, lahmte und am nächsten Morgen abgeholt werden mußte, aber er war sehr tapfer und wir konnten mit seinen Eltern toll frühstücken an der Badestelle an der wir uns verabredet haben.

 

Wir haben auch einen sehr schönen Lagerplatz gefunden. Ein ein schöner Winkel an einer stillen Bucht im Buchenwald mit Blick über das freie, sonnenbeschienene Wasser. Dort haben wir -natürlich im Hobokocher- unser Abendessen gekocht. Es gab Curry-Reis Eintopf mit Hähnchenfleisch. Muß ich sagen, daß auch das Abendessen sehr lecker war und alle satt geworden sind? Das Feuerzelt hat sich auch wieder bewährt, es ist leicht und leicht aufzubauen. Wir haben es nur zum Schlafen benutzt.

 

Wir haben auch nette Leute getroffen. Zwei Studenten von dem Gewässerinstitut dort, die nur Englisch gesprochen haben und eine Gruppe fitter, holländischer Rentner, die mit dem Rad unterwegs waren.

 

Ein Händy mit leeren Akku erhöht den Reiz der Unternehmung, denn nun kann man sich nicht mehr perfekt abstimmen und muß hoffen und bangen, daß die Verabredungen auch klappen. Mit den Eltern von Richard hat es gut geklappt und wir konnten toll frühstücken, mit Doris hat es nicht so gut geklappt. In Steinförde, wo wir sie erwarteten, traf sie nie ein und nach dem ich in dem Gasthaus dort erst einen Cappucino mit Erdbeerorte gegessen hatte, während die Mädchen an der Badestelle sich vergnügten und später den Mädchen dort eine Runde Eis spendierte und Doris immer noch nicht kam, dann haben wir seufzend unsere Gepäck geschultert und haben uns auf den Weg nach Fürstenberg zum Bahnhof gemacht, denn nun wurde es spät.

 

Trampen ist natürlich prinzipiell verboten. Aber als ich sah, wie abgekämpft die Mädchen waren und wie lang sich noch die Landstraße zog, da habe ich einfach den Daumen rausgehalten, und die Mädchen auch. Hat super funktioniert, schon das 5. oder 6. Auto hielt und ein nettes Ehepaar nahm die drei Jupfis und das gesamte Gepäck mit. Kaum trafen sie auf dem Marktplatz in Fürstenberg ein, sahen sie auch schon Pia und Doris die dort auf uns gewartet hatten. Doris setzte sich gleich ins Auto und las mich auf der Landstraße auf, und wir verfrachteten Lotta und Leah in den Regionalexpress nach Oranienburg. Und so fand am Dienstag abend unser Probehajk ein gutes Ende.

 

Familie Topp blieb in der Gegend und hat noch ein paar entspannte Tage auf einem Campingplatz verbracht.

 

Fazit: Eine gelungene Probe für unsere Hessenfahrt im Sommer!

 

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Pfingstlager 17 des Landesverbandes in Großzerlang

Der Freitag abend hat super geklappt. Es ist ja nicht so einfach: erst kommen wir spät los, weil Freitags noch Schule ist, dann stehen wir im Stau und letztendlich müssen im letzten Tageslicht noch die Schwarzzelte aufgebaut werden. Dieses Jahr aber haben die Mädchen ihre neue Rainbow-Kohte ganz allein aufgebaut (dickes Lob) und die Jungen haben mit mir die Stammesjurte aufgebaut und zwar so gut, daß uns niemand von den anderen Stämmen hilfreich unter die Arme greifen mußte, wie früher üblich, außer vielleicht ganz zum Schluß beim endlosen Zusammenknüpfen der Seitenplanen. (auch dickes Lob).

 

Wir waren in eine Kochgruppe mit den Siememsstädtern eingeteilt. Da waren wir in besten Händen, denn die Siemensstädter sind supergut ausgerüstet und ganz toll organisiert, außerdem sind sie sehr nett. Die gemeinsamen Mahlzeiten waren pünktlich und lecker und meisten auch ausreichend.

 

Am Samstag vormittag gab es dann Workshops. Ich habe in der Zeit ganz gemütlich, die Kohte der Mädchen wieder abgebaut, weil sie die Innenseite nach oben gekehrt haben. Der Unterschied ist kaum zu sehen, weil das Kohte innen wie außen schwarz ist. Und dann ganz gemütlich wieder richtig rum aufgebaut.Während dessen haben die Kinder die üblichen Workshopangebote wahrgenommen. An das Programm am Samstag mittag kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Aber am späten Nachmittag wurde das Vorgespräch mit den Kandidaten geführt, die am Abend ihr Wölflingsversprechen ablegen durften. Als die Sonne sank, war es dann soweit: Unser kleiner Stamm zog mit brennender Fackel, schweigend und feierlich im Gänsemarsch zum Seeufer. Dort, an einen schönen Platz, haben dann Helena, Marvin, Leni und Simon ihr Versprechen abgelegt und von mir ihr Wölflingshalstuch überreicht bekommen. Anschließend gingen wir wieder zurück und dann ging's zur Badestelle und spätabends sind wir dann alle ausführlich baden gegangen. Schwimmen und baden zu jeder Tageszeit ist eine Spezialität unseres Stammes. Den Abschluß bildete dann ein später, kleiner Singeabend mit Tschai  und Keksen in unserer Stammesjurte. So waren wir die letzte Meute die in die Schlafsäcke kam. Es war ein rundum gelungener Stammesabend.

 

Übrigens hat es am Sonntag kräftig geregnet. Es ist halt eine alte Pfadfindertradition, daß beim Pfingstlager das Wetter schlecht ist. Daran hat man sich auch dieses Jahr gehalten. Aber eigentlich ist ja ein Regentag kein wirklich schlechtes Wetter, er bringt ein bißchen Würze ins Zeltlagerleben und sorgt dafür, daß die Waldbrandstufe wieder herabgesetzt wird. Am späteren Nachmittag hat sich dann der Regen empfohlen und es gab noch einen großen Postenlauf, bei dem gemischte Gruppen stundenlang durch die Umgebung des Zeltplatzes erkundeten auf der Suche nach den Posten, die irgendwo in Wald und Heide versteckt waren.

 

Abends wurde dann vor der Oase und an der Badestelle die Spielgeschichte zum Abschluß gebracht. Dieses Jahr war das Thema „Piraten“, ähnlich wie beim Meutentag dran und danach gab es dann eine ganz tolle Singerunde. Mehrere Gitarrenspieler gaben den Takt an un die ganze Oase (das ist das große Versammlungszelt des Lagers) saßen Pfadis und sangen aus voller Kehle mit. Die ganzen bündischen Fahrtenlieder wurden gesungen. Es war wirklich schön.

 

Übrigens, fand ich das Lager dieses Jahr ziemlich gut geleitet. Pünktliches Essen, gutes Programm und ziemlich gut geleitete Versammlungen der ganzen Gruppe.

 

Übrigens, fand ich das Lager dieses Jahr ziemlich gut geleitet. Pünktliches Essen, gutes Programm und ziemlich gut geleitete Versammlungen der ganzen Gruppe.

 

Am Montag dann wurde abgebaut. Auch das klappte sehr gut. Alle packen mit an und so hat niemand Lust abseits zu stehen und sich zu drücken. Außerdem kamen auch die Eltern von Adrian und haben mit angepackt. Am frühen Nachmittag kamen dann die Busse und für die meisten Teilnehmer ging es wieder voll mit schönen Erlebnissen wieder nach Hause in die große Stadt. Nur einige wenige hatten das Glück länger bleiben zu dürfen. (Bericht über den Hajk unserer Jungpfadfinder folgt).

 


4. Meutentag des Landes bei uns im Stift

Eigentlich war alles so immer: Am Samstag um zehn kamen Jan, Leonhard und die anderen Helfer und begannen auf der Wiese hinterm Haus die Landesjurte aufzubauen. Gegen halb elf trudelten dann die Meuten aus Pankow, aus Straußberg, aus Wriezen und aus Großkreuz ein. Unsere eigene Meute war ja sowieso dabei. Es gab einiges Hallo, schließlich hat man sich ja lange nicht mehr gesehen und dann wurde umgehend die Jurte fertiggestellt, die Schlafsäcke in der Turnhalle abgelegt und dann gab's den Mittagsimbiß. Wie immer fing es irgendwann an zu regnen. Insgesamt waren  etwas über 50 Leute, Wölflinge, Helfer, Leiter da.

Nach dem Mittagsimbiß kam dann -wie immer- der Postenlauf dran. Dieses Jahr  führte er die Meuten in einigen Schleifen durch den Spandauer Forst zur Havel. Es war alles wunderbar frühlingshaft, der Regen hatte aufgehört und  die jungen Helfer, die die Stationen betreuten, machten ihre Sache  sehr gut. An der Havel durften die Wölflinge auch Kanufahren. Wir besuchten dann zusammen den Mauerstreifen hinter der Bürgerablage und dann ging es endlich wieder zurück zu unsere Wiese. In der Zwischenzeit haben einige Eltern das Abendessen in aller Ruhe gekocht, natürlich auf unserem rostigen Holzkocher, der aber immer noch wunderbar funktioniert und viel kuhler ist, als ein stillosen Gaskocher es wäre. Weil das Postenlauf dieses Jahr so lange gedauert hat, waren alle müde und hungrig und weil das Wetter so ungewohnt, frühlingshaft warm war, haben wir unsere Pellkartoffeln mit Quark und diversen Soßen im Abendsonnenschein auf der Wiese und nicht in der Jurte gegessen.

Dann aber wurde in der Jurte das Feuer entzündet und der Abend wurde bei Liedern und Stockbrot schön gemütlich. Auf die Nachtwanderung wurde dieses Jahr verzichtet, weil das Geländespiel so lang war.. Die Wölfis schliefen in der Turnhalle, aber einige machten es sich in der Jurte bequem. Die Leiter fanden sich abends noch am Feuer ein und besprachen die inhaltliche Gestaltung des kommenden Meutenlagers. Beim Schein der Flammen kommen einen die besten Ideen und es könnte sein, daß das Meutenlager dieses Jahre genauso gut wird wie letzes Jahr.

Am nächsten Morgen konnten wir sogar im schönsten Sonnenschein Frühstücken. (Mensch, war das 'ne Hitze!) Dann gab es einen Wortgottesdienst: Christian las den Psalm und die Fürbitten vor, Akela erzählte die Geschichte von Christi Himmelfahrt und Pfingsten, die Helfer schüttelten erst die Seitenwände der Jurte und rissen sie dann hoch, damit die Kinder merken konnten, wie der Heilige Geist damals in Jerusalem gewirkt hat, unsere Wölflingsjungs spielten  pantomimisch die Apostel und liefen dann in der Jurte umher und erzählten allen anderen, daß Jesus lebt, und Tillmann gab uns zum Schluß der Andacht den Segen.

Dann aber wurde es Zeit zum Abbauen und Aufräumen. Auch das geht, sogar bei den jungen Wölflis, sehr harmonisch, denn jeder packt mit an. Als dann um elf die Eltern kamen, waren wir pünktlich fertig.

Mit kleinem Aufwand hat der Landesverband wieder eineinhalb wirklich gute Tage gestaltet, die genau richtig waren für die jungen Wölflinge. Danke auch an das Johannesstift, daß uns großzügig willkommen geheißen hat!

Die anderen Meuten hatten dann noch einen z.T. längeren Heimweg. Naja, ich brauchte nur durch die Hecke zu gehen und war dann zuhause. Der Rest des Tages war dann ein sonniger und gemütlicher Muttertag angesagt.

Andi


Sippenmädchen bauen Schwedenstühle

Seit Monaten haben die Mädchen der Sippe gedrängt, daß auch sie sich Schwedenstühle bauen dürfen, denn auf dem letzen Sommerlager in Schweden gab es für sie keine Möglichkeit dafür.

Nun, als es im Mai endlich wärmer wurde, war es dann soweit. Andi kaufte das Bauholz und letzte Woche und heute haben die Mädchen eifrig gesägt, gebohrt und ihre Schwedenstühle zusammengeschraubt.

Richard und Lasse hatten letzte Woche derweil das Gartentor repariert und heute hat Lasse den Mädchen sogar geholfen. (Auf den Bildern sind die Jungs leider nicht zu sehen).

Nie mehr müssen unsere Jungpfadfinder nun, wie kleine Wölflinge, unbequem im feuchten Gras sitzen. Vorausgesetzt, sie vergessen ihre Schwedenstühle nicht zuhause, wenn es wieder ins Zeltlager geht.


Winterfahrt der Sippen vom 17.-19. Februar

Die Winterfahrt der Sippen führte uns schon zum dritten Mal in die gemütlichen Blockhäuser von Brennickenswerder und endlich hatte Petrus ein Einsehen und hat dafür gesorgt, daß die beiden Seen, welche die Landenge mit den Blockhäusern umgeben, dick zugefroren waren. 

Erst waren wir ganz vorsichtig, weil es am Vortag schon warm geworden ist, aber das Eis war so dick, daß es noch wunderbar tragfähig war. Lange Eisspaziergänge waren logischerweise, neben dem "üblichen Pfadfinderprogramm", die Hauptattraktion des Wochenendes. Unten graues, schimmerndes Eis, oben hellgrauer Winterhimmel und dazwischen ein Streifen dunklen Winterwaldes, weit und breit (fast) keine Menschen... es war richtig schön!

Aber nicht draußen in der winterlichen Uckermark war es supertoll, auch drinnen in den Holzhäusern am warmen Kaminfeuer war es total gemütlich. Am Freitag gab es -wie immer- den Mädchenabend und den Jungenabend. Aber am Samstag abend haben wir gemeinsam Pizza gebacken, gesungen und Werwölfe gespielt. 

Am Sonntag machten wir noch eine Andacht, dann kam schon Jürgen, der Opa von Lasse, und nach einem kleinen Abschiedsspaziergang auf dem Eis mußten wir wieder nach Hause fahren. 

Aber bald kommt ja der Frühling und damit die nächsten Aktionen. 


Bericht über den Sippenausflug in die Boulderhalle am 11. März 17

Die Anfahrt mit den Rädern war schon anspruchsvoll: Vorbei an verlockenden Spielplätzen, über kühne Havelbrücken und entlang faszinierender leerstehender Fabrikruinen, haben wir uns dann auf der Zielgrade gründlich verfranzt. Die Kletterhalle in Blickweite standen wir vor einem hohen Zaun. Zum Glück haben wir da Phillipp und seine Mutter entdeckt. So haben wir dir Räder am Zaun abgeschlossen und sind mit Hilfe von Phillipp und seiner Mama über den Zaun geklettert, auch wenn er ziemlich spitz war.

In der Kletterhalle ging's dann gleich zur Sache. Dort gab's Kletterwände in allen Schwierigkeitsgraden. Sogar für den reiferen Herrn, der das extreme-Boulderin gerne etwas gemütlich angehen läßt, war was dabei. Als wir dann schön ausgepowert waren, haben wir uns vorne hingesetzt und unsere Stullen gegessen und dabei den Könnern auf dem Video-Bildschirm zugeschaut.

Bevor es dann wieder nach Hause, oder zum nächsten Termin ging, haben wir uns draußen am Havelufer die luxuriösen Wohnflösse angeschaut. Zum Glück lieben wir als Pfadfinder das einfache Leben, denn den Luxus könnten wir uns sowieso nicht leisten.Fazit: Für die Jahreszeit war es der perfekte Ausflug!


Impressionen von zwei winterlichen Meutenstunden

Im Januar -als Schnee lag- sind wir Schlittenfahren gegangen. Da wir nur einen Schlitten hatten, hatten sich die meisten Wölflinge auf große Mülltüten gesetzt und sind mit Vergnügen die Piste runtergesaust. Das Bergaufsteigen machte einen wieder warm, sodaß nur unser armer Hund gefroren hat. (Aber der friert ja immer, wenn er im Herbst, Winter, Frühling vor die Tür muß.)

Im Februar war der Schnee dann weg. Aber dafür gab es richtig Eis, weil es nochmal richtig kalt wurde. Da sind wir zum Teufelsmoor gegangen und haben uns auf dem Eis amüsiert. Zum Abschluß und Aufwärmen gab es heißen Tee im Tipi. 


Winterfahrt der Meute 2017

Im Winter, wenn draußen der Schnee liegt,  dürfen die Wölflinge auch mal in einem Haus eine Freizeit machen. So zog unsere Meute am Wochenende vom 20.-22. Januar wie letztes Jahr wieder in einen Bungalow des Kinderwaldes Tegel. Am Samstag vormittag haben wir einen langen Postenlauf durch den schönen Tegeler Forst gemacht. Der hat super geklappt. Beide Gruppen haben sich nicht verlaufen und konnten die Aufgaben an den Posten lösen. Nachmittags haben wir schön gebastelt und Pfadi-Workshops im Haus gemacht. Abends gab es einen gemütlichen Meutenabend, mit Quizspieln, Liedern, Tschai und vielen Kerzen. Zwischendurch war auch viel Zeit um lecker zu kochen und viel zu Essen! Am Sonntag machten wir noch einen Wortgottesdienst, dann wurde gepackt und geputzt und mit bester Stimmung und viel Vorfreutde auf den Frühlung und den Sommer, wenn die größeren Fahrten anstehen, sind wir wieder mit Bus und U-Bahn nach hause gefahren. 

Andi

 


Schwedenfahrt 2016 

Im Sommer 2016 sind wir mit unser Sippe nach Schweden gefahren. Wir sind mit Kanus durch die wundervollen Seen von Schweden gepaddelt. 

Wir hatten viele Highlights aber auch ein paar Hindernisse.  Schön waren die Inseln  auf denen  wir gecampt haben, besonders die  Letzte hat uns allen gefallen wegen einen riesige Felsen auf den man den Sonnenuntergang bewundern konnte.

- Antonia


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Kommentare: 12
  • #1

    Pia (Freitag, 12 Mai 2017 20:43)

    Hi, Die Website ist voll cool! ^-^

  • #2

    Hallo_÷123 (Freitag, 12 Mai 2017 21:49)

    Ich war mal da hat voll spaß gemacht würde euch es voll empfehlen ��

  • #3

    Lotta (Samstag, 13 Mai 2017 07:40)

    Macht echt Spaß!

  • #4

    Lotta (Samstag, 13 Mai 2017 07:52)

    Die Schwedenstühle sind echt cool geworden

  • #5

    Pia (Samstag, 13 Mai 2017 14:55)

    Ja, finde ich auch. Die sind echt cool. ^-^

  • #6

    13.Mai (Samstag, 13 Mai 2017 16:08)

    Piratischer Meutentag

  • #7

    namenlos (Montag, 15 Mai 2017 16:26)

    ist voll cool das ihr so viel macht

  • #8

    Tanja (Mittwoch, 17 Mai 2017 20:54)

    Super Engagement von Andi & allen Beteiligten drumherum, danke! Solch tolle Veranstaltungen funktionieren eben nur bei solch toller Organisation :-)!

  • #9

    Christine Neckermann (Freitag, 19 Mai 2017 18:08)

    Lieber Herr Topp, ist noch ein Platz bei den großen Pfadfindern frei?

  • #10

    Andi Topp (Freitag, 19 Mai 2017 18:39)

    Hallo Frau Neckermann,
    im Prinzip ja.
    Aber schicken Sie mir doch eine Mail, damit wir Einzelheiten besprechen können.
    Grüße, A.Topp

  • #11

    LOUNGER3000 (Samstag, 20 Mai 2017 16:00)

    Hat Gerstensaft mega Spaß gemacht

  • #12

    Jörg (Sonntag, 28 Mai 2017 11:36)

    Tolle Truppe seid ihr.